Jeder Blogger betreibt in gewisser Form SEO für seinen Content. Denn wir alle wissen, dass das Bloggerei Geschäft auf zwei Beinen fußt. Auf den Artikeln, die regelmäßig neu erscheinen. Sie werden von Fans gelesen und erzeugen kurzfristig Traffic. Und dann gibt es noch die Themen, die zeitlos sind. Sie werden speziell für diese Zwecke aufbereitet und bekommen Leser durch die Suchmaschine. Einfach aus dem Grund, weil sie sich für ein bestimmtes Keyword gut platziert haben. Nun kündigt Google an, dass solche Evergreens vermutlich ein Problem bekommen könnten.

Google fokussiert sich auf neuen Content

Content Marketing betreibt heute so gut wie jeder. Wenn zum Beispiel der Anwalt Basel, der Immobilienmakler Zürich oder die Spedition in Genf einen Blog betreiben, dann tun sie das deshalb, weil sie auf diesem Wege durch Google Besucher aus ihrer Zielgruppe erhalten. Dadurch erhoffen sie sich mehr Kundschaft. Denn es ist davon auszugehen, dass von diesem Traffic einige die Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen werden.

Je nach dem, wie der Content aussieht, finden sich darunter häufig bessere und schlechtere Artikel bzw. Unterseiten. Auch wir haben diese Erfahrung mit den von uns betreuten Blogs gemacht. Man landet immer wieder solche Treffer, die richtig gut in der Suchmaschine laufen. Derartige Beiträge liefern teilweise über Jahre die meisten Neukunden oder Werbeeinnahmen.

Nun verkündete im Dezember 2020 John Müller, dass Google sich bei denjenigen Seiten, die sehr aktiv sind und viel Content liefern, von den alten Artikeln auf die neuen konzentrieren werden. Damit ist es wahrscheinlich, dass die älteren Beiträge immer mehr an Bedeutung verlieren werden. Offenbar macht man dabei einen Unterschied zwischen Seiten, die einem die frischesten News liefern und solchen, die mit statischen Inhalten ins Rennen gehen.

Unsere Erfahrung bestätigt diese Erkenntnisse in Teilen. Auf einigen von uns betreuten Seiten kam es bei guten Artikeln immer wieder zu massiven Einbrüchen. Sie können natürlich auch aus einem Update resultieren. Aber es passierte auch dann, wenn gerade keine größeren Anpassungen vorgenommen wurden.

Wichtig ist auch der Hinweis darauf, dass gemischte Seiten vor neuen Herausforderungen stehen. Gibt es zum Beispiel einen statisch Teil und einen News Bereich, dann wäre das eine Lösung, um alten Content zu sichern. Alleedings muss dann penibel auf die Qualität der regelmäßigen Inhalte geachtet werden. Sind sie nicht gut genug für die Suchmaschine, dann wird dadurch die gesamte Webseite abgewertet. Man verliert schneller als dass man gewinnt.

Wie immer gilt daher: Einfacher wird das Leben las SEO nicht, sondern es kommen weitere Stolpersteine hinzu. Content Marketing muss in Teilen neu gedacht werden. Zumindest von denjenigen Agenturen, die ihren Kunden raten einfach jede Woche Beiträge zu posten, egal wie gut oder relevant sie sind. Nur weil sie denken, dass viel frischer Content gerne gesehen wird.

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