Social Signal – Rankingfaktor oder nicht?

In der SEO Szene wird das Thema Social Signals immer wieder diskutiert. Sind sie nun hilfreich für das Ranking in Google, oder nicht? Nützen Likes auf Facebook und Tweets auf Twitter etwas? Johannes Müller von Google gab die Antwort: Nein. Hier die Hintergründe dazu.

Warum Social Signals keine Rankingfaktoren sind

Als SEO stolpert man immer wieder über Angebote von Linkverkäufern in Asien oder Afrika, wo man für ein paar Dollar hunderte oder tausende Signale in den sozialen Medien kaufen kann. Sie sollen angeblich wertvoll für die Suchmaschinenoptimierung sein.

Natürlich ist es da sehr verlockend aufs Knöpfchen zu drücken und auf einen Schlag ein Allheilmittel zu kaufen. Die Wirkung auf die Suchergebnisse wird jedoch nur homöopathisch bis gar nicht ausfallen.

Google sagt eindeutig, dass sich ihr Such-Algorithmus nicht für solche Informationen interessiert. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass sich solche Signale zu einfach manipulieren lassen. Links tausendfach mit Gefällt-Mir zu markieren ist das eine. Die Seite auch wirklich aufzusuchen ist eine andere. Zudem können solche Likes ganz einfach gekauft werden, was wiederum für Google ein Grund ist, um skeptisch zu sein.

Viel wichtiger in Augen von Müller ist jedoch der Fakt, dass soziale Medien zu schnelllebig sind, um sie permanent zu crawlen und dann auch noch auf die sich stets ändernden Reaktionen der Nutzer zu reagieren. Zudem hat Facebook die Palette an Emotionen erweitert. Es gibt jetzt nicht nur Likes, sondern auch Trauer, Lachen und Liebe usw. Solche Infos kann Google gar nicht richtig einordnen.Hinzu kommt, dass Facebook gerade dafür bekannt ist, dass es seine Daten gar nicht so einfach nach Außen her gibt. Google würde nur über eine passende Schnittstelle an solche Informationen gelangen.

Eine gute SEO Agentur lässt für ihre Kunden daher weiterhin die Finger von gekauften sozialen Signalen.

Lediglich einen Grund gibt es, um ein wenig aufzuhorchen: Google besitzt ein Patent, in dem hinterlegt ist, inwiefern die Menge der bestehenden Kontakte als Rankingfaktor genutzt werden kann. Das heißt: Wenn zum Beispiel Rihanna einen Link auf ihrer Seite empfiehlt, dann könnte das eine andere Bewertung nach sich ziehen, als würde es eine kleine Blaskapelle aus dem Schweizer Hinterland tun. Mal unabhängig davon, welch unterschiedlicher Traffic daraus resultieren würden. In Facebook sind also offenbar nicht alle gleich, sondern manche ein bisschen gleicher.

Würde dies ein Faktor sein, dann würde es tatsächlich Sinn machen. Jemand, der 1 Million Fans hat, der ist wohl weit weniger für Spam-Links zu haben als Personen auf Profilen, bei denen noch nicht mal klar ist, ob diese Menschen tatsächlich existieren. So könnte es tatsächlich Sinn machen nach Seiten zu suchen, die viele Anhänger haben. Dort einen Post zu hinterlassen könnte tatsächlich für das SEO helfen.

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