Nachdem sich Covid-19 seinen Weg durch die Welt bahnt, sind einige Branchen durch Lockdowns wirtschaftlich schwer getroffen worden. Auch bei uns als SEO Agentur ist davon einiges hängen geblieben. Zu unseren Kunden zählen unter anderem auch Gastronomen oder Selbständige, deren Geschäft quasi komplett zum Erliegen kam. Das spüren wir jetzt auch. In solchen Zeiten kann die Liquidität manchmal knapp werden und schnell rutscht man in den Dispo Kredit. Der wiederum wird mit zweistelligen Zinsen pro Monat belegt und kann den Weg in die Pleite beschleunigen. Wie vermeiden Sie es als Selbständiger oder Freiberufler in diese Lage zu kommen. Hier unserer Tipps.

Kredit statt Dispo

Eine Möglichkeit um den Dispo zu vermeiden ist es kurzfristig einen sogenannten Konsumkredit aufzunehmen. Solche Kredite sind auf eine relativ kurze Laufzeit ausgelegt und ihr Maximal-Betrag ist nach oben limitiert.  Je nach Anbieter vielleicht auf 10.000-50.o000 Franken.

Im Gegensatz zum Dispo, liegt der Zins zudem bei ungefähr der Hälfte oder einem Drittel. Die Rückzahlung kann üblicherweise über 6-12 Monate gestreckt werden. Ein solcher Kredit ermöglicht es kurzfristige Umsatzausfälle zu kompensieren. Natürlich kann es sein, dass Banken diesbezüglich gerade knausern. Aber wenn sie sehen, dass Sie über etwas Vermögen als Sicherung verfügen, dann lassen diese sich die Möglichkeit auch nicht entgehen Geschäft zu machen. Das könnte zum Beispiel ein Auto sein oder eine Immobilie, die zum Großteil schon abbezahlt ist. Auch Menschen mit Vermögen kommen manchmal in Liquiditätsengpässe. Das ist völlig normal.

 

Mitkaution auslösen

Wer eine Wohnung mietet, der hinterlegt in der Regel eine Kaution von zwei bis drei Monatsmieten. Das soll den Vermieter vor Zahlungsausfällen sichern. Dieses Geld liegt dann meist völlig zinslos irgendwo herum und versauert dort. Reden Sie mit ihrem Vermieter. Fragen Sie, ob es für ihn oder sie OK ist, wenn Sie dafür eine Bescheinigung vom Abschluss einer Mietkautionsversicherung vorlegen. Diese kostet zwar eine jährliche / monatliche Gebührt, würde bei Problemen die Zahlungen aber noch besser absichern. Das heißt, beide Seiten hätten einen Vorteil. Sofern Sie in einer Mietwohnung leben, versuchen Sie die Mietkaution auszulösen. Diese können Sie verwenden, um den Dispo schnell auszugleichen.

Zeitarbeit / Aushilfsjobs

Wenn der Umsatz einbricht und Sie keine Aufträge erhalten, dann scheuen Sie sich nicht schnell einen Job anzunehmen. Firmen für Zeitarbeit helfen dabei. Selbst wenn es darum geht irgendwo im Lager Kartons zu stapeln – nehmen Sie das an. Die Vermittlung erfolgt schnell, es gibt schnelles Geld und Sie werden sozialversichert tätig sein. Auch als Akademiker kann man ein paar Monate so überbrücken, nur keine falsche Scheu. Wem das nicht passt, der kann es zum Beispiel mit Nachhilfe versuchen. Denn das Schöne an Nachhilfe ist, dass es in der schlimmsten Krise immer schlechte Schüler geben wird. Auch das ist eine sichere Arbeit und bringt sofort Einkommen.

Wichtig ist nur: Sie sollten möglichst schnell zu Geld kommen, denn ansonsten wird Ihnen der Dispo die Haare vom Kopf fressen und Sie geraten in einen Strudel aus Zins und Zinseszins, aus dem man nicht immer leicht und schnell wieder herauskommt.

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